2.3 DAS FINNENPROFIL

Das Finnenprofil beschreibt die Form des Querschnitts der Finne. Dabei müssen mehrere Parameter berücksichtigt werden.

  • Die relative Profildicke (das Dickenverhältnis D/S): Darunter versteht man das Verhältnis der maximalen Dicke D der Finne zur Länge ihrer Profilsehne S. Dieser Wert kann in Prozenten angegeben werden. Misst man bei einer Finne etwa eine Dicke von 8 mm und eine Breite von 8 cm, so spricht man von einer relativen Profildicke von 10 Prozent.
  • Die relative Profiltiefe (die Lage der maximalen Dicke): Darunter versteht man das Verhältnis der Entfernung der dicksten Stelle des Finnenprofils von der Finnenvorderkante N zur Länge der Profilsehne S. Auch dieser Wert wird in Prozenten angegeben. Eine klassische Profiltiefe wäre z.B. ein Wert von 30 Prozent.
  • Die Profilwölbung vor und hinter der dicksten Stelle des Finnenprofils.
  • Der Radius der Anströmkante (der Nasenradius): Dieser ist gegeben durch den Halbmesser eines Kreises, der in das Vorderende des Finnenprofils eingezeichnet werden kann.
  • Die Abrisskante (Finnenhinterkante): Sie definiert das Hinterende des Finnenprofils.

ABBILDUNG 3: Kenndaten eines Finnenprofils

N Nase

VW vordere Wölbung

HW hintere Wölbung

HK Hinterkante

D Dicke der Finne

T Abstand der dicksten Stelle von der Vorderkante = Tiefe des Profils

S Profilsehne

D/S = relative Profildicke, z.B. D = 9 mm, S = 100 mm à Profildicke 9%

T/S = relative Profiltiefe, z.B. T = 30 mm, S = 100 mm à Profiltiefe 30%

Blackdiamonds_theory_3

Die verschiedenen Profilformen werden durch die NACA-Profile (National Advisory Committee for Aeronautics, eine Vorläufereinrichtung der NASA) gezeigt. Das Profil NACA 0012 beschreibt beispielsweise ein Profil mit einer relativen Profildicke von 12 Prozent.