3. Die Strömungsverhältnisse an der Finne - der Auftrieb

Obwohl beim Windsurfen der Vorwindkurs unbedeutend ist, lassen sich aus der dabei gegebenen Finnenposition einige grundlegende Parameter ableiten, die die Grundlage für das Verständnis der Finnenfunktion auf Raumschot-, Halbwind- und Kreuzkurs darstellen. Weiters ist festzuhalten, dass in diesem Kapitel noch nicht berücksichtigt wird, dass die Finne eine endliche Länge besitzt und es natürlich auch zu Umströmungen der Finnenspitze kommt. Die hier angeführten Strömungsüberlegungen gelten also für eine Finne gleichbleibenden Profils mit unendlicher Länge – klingt unsinnig – oder aber für eine Finne, bei der die Spitzenumströmung durch eine Endplatte verhindert wird – auch das ist in der Praxis nicht zielführend. Man nennt die Strömung an einem derartigen fiktiven Körper zweidimensional, da die Wasserteilchen nicht aus ihrer Bewegungsebene abweichen.

Diese theoretischen Überlegungen haben jedoch einen großen Wert für das Verständnis der Finnenfunktion insgesamt. In einem späteren Kapitel über den induzierten Widerstand wird dann die Umströmung der Finnenspitze mitberücksichtigt und es wird gezeigt, dass die Strömung entlang der Finne in Wirklichkeit eine dreidimensionale ist.