4.1.1.2 Die relative Profiltiefe

Die relative Profiltiefe hat ebenso einen deutlichen Anteil an der Kreuzleistung und an der Maximalgeschwindigkeit.

Profiltiefen um die 30 bis 33 Prozent bringen bei entsprechender Dicke sehr gute Kreuzleistungen. In Kombination mit nicht zu großer relativer Dicke ergeben sich sehr gute Allroundeigenschaften.

Legt man jedoch das Hauptaugenmerk auf Geschwindigkeit, erweist es sich als günstig, die Profiltiefe nach hinten zu verlegen, sodass eine gleichmäßigere Druckverteilung an der Finne zustande kommt. Der Wert kann sogar bei 50 Prozent und unter Umständen auch bei mehr liegen. Diese geschwindigkeitsoptimierten Profile werden als Laminarprofile bezeichnet, da an ihnen die Laminarströmung möglichst lange erhalten bleiben soll. Dazu ist aber auch eine eher scharfe Profilnase erforderlich, was zusätzlich den maximal erreichbaren Auftrieb abnehmen lässt. Derartige Profilformen eignen sich also gut für Speedfinnen, bei denen das Höhehalten eine untergeordnete Rolle spielt.

ABBILDUNG 13: Die wichtigsten Profiltypen

Blackdiamonds_theory_13

Das Normalprofil

Das Verhältnis von T/S liegt etwa zwischen 30 und 35 Prozent oder auch etwas darunter. Dieses Profil besitzt gute Allroundeigenschaften, wobei Auftriebswert und Geschwindigkeitspotential von der Dicke D abhängen.

Das Laminarprofil

Das Verhältnis T/S beginnt bei gut 40 Prozent und kann auf über 50 Prozent ansteigen. Die Laminarströmung wird lange aufrecht erhalten, da der Umschlagpunkt weit hinten liegt. Dieses Profil eignet sich sehr gut für hohe Geschwindigkeiten, weist jedoch deutlich schwächere Auftriebswerte auf.