4.3.1.3 Länge und Krümmung der Anströmkante

Vor allem bei Finnen mit annähernd gerader Anströmkante (manche Slalomfinnen und vor allem Formulafinnen) stellt die Länge der Anströmkante ein weiteres Kriterium für die Leistung auf der Kreuz dar. Der Grund ist der, dass die hinter dem maximalen Tiefgang liegende Fläche der Finne nur wenig Seitenkraft erzeugt. Eine längere Anströmkante bringt daher mehr Höhe, doch nimmt natürlich auch der Widerstand zu. Die nunmehr gültige Maximallänge von 70 cm (Tiefgang) für Formulafinnen sollte also nicht immer und unter allen Bedingungen genutzt werden. Tests mit noch größeren Finnenlängen haben gezeigt, dass bei den derzeitigen Brett- und Rigggegebenheiten die entstehenden Nachteile eher größer sind als die erhofften Vorteile.

Bei Finnen mit gekrümmter Anströmkante zieht man als Längenmaß den Tiefgang heran. Stärkere Krümmung (Freeridefinnen, Wavefinnen) bringt Gutmütigkeit und Vorteile beim Manöver und für den Durchschnittsfahrer auch bei Speed. Die Nachteile zeigen sich vor allem beim Höhelaufen und eventuell in der Maximalgeschwindigkeit.