6. Die verschiedenen Finnentypen

Die derzeitigen Finnentypen bewegen sich zwischen zwei Extremen. Am einen Ende der Skala steht die Formulafinne, die ein Maximum an Leistung und Speed bringen soll und am anderen Ende findet man die Wavefinne sowie die Freestylefinne, beide mit einem Maximum an Manöverfreundlichkeit. Die theoretischen Überlegungen und die Praxis zeigen, dass bei der Formulafinne der gleichzeitigen Anforderung nach optimalem Auftriebsverhalten und hohem Geschwindigkeitspotential nur in Form eines Kompromisses entsprochen werden kann. Bei der Wavefinne und der Freestylefinne ist man weniger kompromissbereit. Sie müssen im Manöver perfekt funktionieren, erst dann wird auf andere Eigenschaften wie Höhelaufen oder Geschwindigkeit geschaut.

Dazwischen gibt es eine schier endlose Zahl an Übergangsformen, die mit Begriffen wie Slalom Race, Slalom, Leichtwind Slalom, Starkwind Slalom, Convertible, Freeride, Bump and Jump, Speed, Seaweed, Freestyle, Side Shore Wave, On Shore Wave bezeichnet werden.

Jeder dieser Typen soll bestimmten Anforderungen entsprechen, also nur einen begrenzten Bereich im weiten Spektrum der allgemeinen Finnenfunktion abdecken. Dies hat Auswirkungen auf Profil, Outline und Material.

Die Finnenlänge bzw. der Tiefgang einer Finne hängt von vielen Faktoren ab. Im Grundsatz gilt, dass eine eher größere Finne zum unteren Windbereich passt, sowie zu einem etwas größeren Brett und einem schwereren Fahrer. Man wählt eine kleinere Finne, wenn man überpowert fahren will, wenn Manöver, Speed oder Kontrolle im Vordergrund stehen, wenn das Brett kleiner und der Fahrer leichter ist.