8. Der Finnensockel

Die derzeit gängigen Finnenboxen wie US-Box, Powerbox, Tuttlebox und Deep Tuttle nehmen den Sockel der Finne auf und müssen der Finne einen absolut festen Sitz gewährleisten. Passt der Sockel nur ungenau in die Box, kann es zu Vibrationen während der Fahrt kommen, die sich in unangenehmen Geräuschen bemerkbar machen, das Leistungsvermögen der Finne deutlich reduzieren, Spinout fördern und unter Umständen auch zu einem Finnenbruch führen können.

Das US-Box-System lässt eine Längsverstellung der Finne zu, ist aber wegen der geringen Seitenstabilität nur für kleine Finnen mit geringer Fläche wie Wavefinnen geeignet.

Die Powerbox ist ein einfaches und stabiles System ohne Verstellmöglichkeit. Finnenlängen sollten den mittleren Bereich nach oben nicht verlassen, also eine Länge von 50 cm keinesfalls überschreiten.

Überschreiten Finnen eine Länge von circa 40 cm oder wird auf einen extrem festen Sitz der Finne besonderen Wert gelegt, so ist die Tuttlebox das System der Wahl. Ein exaktes Passen des Finnensockels in der Box ist aber dafür Voraussetzung, was gelegentlich ein etwas mühevolles Anpassen bzw. Nachschleifen erfordert.

Die Deep Tuttlebox ist das geeignete System für lange Racefinnen, da es als einziges in der Lage ist, die hohen seitlichen Druckkräfte wirkungsvoll aufzufangen.

Eine Anpassung des Finnensockels an die jeweilige Box ist häufig erforderlich, da die verschiedenen Bretthersteller Finnenboxen mit geringfügigen Toleranzen verwenden. Ein Abschleifen kann mit der Feile oder einem Schleifblock und entsprechendem Schleifpapier erfolgen und sollte in kleinen Schritten vorgenommen werden. Gewalt ist zu vermeiden und im Zweifel ein Fachmann zu Rate zu ziehen.