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Black Diamonds sind Carbon-Sandwichkonstruktionen, die individuell nach den Wünschen des Kunden von Hand hergestellt werden. Größe, Flex, Twist und Rake (Neigungswinkel) können gewählt werden in Kombination mit Tuttle, Deep Tuttle oder Powerbox.
Black Diamonds sind Formfinnen. Das Carbongewebe ist von hoher Qualität (Luftfahrtqualität), es werden keine Prepregs verwendet, für einige Typen kommt Hochmodul-Carbon zum Einsatz.
Das Epoxidharz ist ebenfalls von höchster Qualität und empfohlen vom Deutschen Luftfahrt-Bundesamt. Es zeichnet sich durch hohe Dauerschwingfestigkeit aus und garantiert dadurch eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit der Finne.
Finish und handwerkliche Verarbeitung sind perfekt. Das Feedback von Topfahrern fließt permanent in die Entwicklung ein.
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BAUWEISE UND MATERIALIEN
Die Black Diamond Finne ist eine Formfinne, die im Handlaminierverfahren als Sandwich-Konstruktion hergestellt wird. Das heißt, die Gewebelagen werden bedarfsgemäß zugeschnitten, in die Negativform eingelegt, mit Harz-Härter-Gemisch getränkt und entlüftet. Alle Lagen werden „nass-in-nass“ laminiert.
Das Harz
Als Harz kommt ein hochwertiges Epoxidharz zur Verwendung, das vom Deutschen Luftfahrt-Bundesamt für die Verarbeitung mit Glas-, Carbon- und Aramidfasern zur Herstellung von Bauteilen für bemannte Flugzeuge zugelassen ist. Es zeichnet sich durch hohe Dauerschwingfestigkeit, hohe Haftfestigkeit an der Verstärkungsfaser und durch geringen Schwund aus. Harze minderer Qualität halten den Schwingungen und Belastungen im Übergangsbereich zwischen Sockel und Schaft schlecht stand. Bei ihrer Verwendung ist der Finnenbruch vorprogrammiert.
Die Verstärkungsfaser
Es kommen ausschließlich Carbonfasern in Luftfahrtqualität zum Einsatz. Diese sind gekennzeichnet durch hervorragende Dauerfestigkeit bei dynamischer, schwingender Belastung, durch niedriges spezifisches Gewicht, durch sehr hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit. Für besonders dünne Finnen wie dem Typ S1 wird Carbonfaser in Hochmodulqualität verwendet, um der Belastung standzuhalten.
Die Bauweise
Unter einer Sandwich-Konstruktion wird eine Platte verstanden, bei der zwei relative dünne, jedoch sehr feste Deckschichten einen Kernwerkstoff auf beiden Seiten bedecken. Im Fall einer Finne bestehen die Deckschichten aus Carbon-Laminat, das Kernmaterial ist Epoxidharz. Das Carbon-Laminat hat die auf die Finne einwirkenden Zug- und Druckkräfte aufzunehmen. Der dazwischen liegende Kernwerkstoff dient als Abstandhalter und Profilgeber und muss die auftretende Schubbelastung aufnehmen.
Für den Aufbau der Deckschichten werden Carbon-Gelege in genau definiertem Winkel in die Form eingebracht. Anschließend werden sie mit dem Harz-Härter-Gemisch getränkt und entlüftet. Alle Lagen werden „nass-in-nass“ verarbeitet. Die Fasern bestehen aus mikroskopisch dünnen Einzelfilamenten, die parallel zu einander liegen. Durch diese parallele Ausrichtung können die Fasern im Laminatverbund genau in Richtung der auftretenden Kraftlinien verlegt werden. Dadurch kann einerseits der Festigkeitsverlauf exakt auf die Belastung abgestimmt werden, was höhere Festigkeit bei geringerem Gewicht zur Folge hat. Andererseits kann das Twist-Flex-Verhalten der Finne genau gesteuert werden.
Eine Anpassung des Finnensockels an die jeweilige Box ist häufig erforderlich, da die verschiedenen Boardhersteller Finnenboxen mit geringfügigen Maßabweichungen verwenden. Ein Abschleifen kann mit der Feile oder einem Schleifblock erfolgen und sollte in kleinen Schritten vorgenommen werden. Gewalt ist zu vermeiden und im Zweifel ein Fachmann zu Rate zu ziehen. Auch Tape kann sehr hilfreich sein.
Für jede hergestellte Black Diamond Finne existiert ein Protokollblatt, in dem der Aufbau exakt dokumentiert ist. Wird die gleiche Finne mit anderem Verwindungsverhalten, Rake, Nasenradius oder Länge gewünscht, so kann dem jederzeit entsprochen werden.
BESCHÄDIGUNGEN UND REPARATUR
Bei Grundberührung oder Fahrt gegen feste Gegenstände kann es zur Beschädigung der Finne kommen. Betroffen ist meist die Anströmkante und/oder die Finnenspitze. Bei allen Geschwindigkeiten führen derartige Beschädigungen zu einer Bremswirkung, der Auftrieb der Finne wird vor allem bei größeren Anstellwinkeln verschlechtert, Gleiteigenschaften und Beschleunigung leiden. Außerdem steigt die Gefahr des Spin Out.
Da an der Anströmkante der Strömungsaufbau erfolgt und dieser für die Funktion der Finne maßgeblich ist, empfiehlt es sich, Schäden an dieser Stelle gewissenhaft zu reparieren. Dazu eignen sich die diversen im Handel erhältlichen Spachtelmassen auf Epoxidbasis gut, auch reines Epoxidharz kann gut verwendet werden.
Spitzenbeschädigungen werden am besten sauber verschliffen und die angeschliffenen Fasern können mit Lack oder Epoxidharz versiegelt werden. Ein gerades Abschleifen des beschädigten Spitzenteils parallel zum Unterwasserschiff kann bei stärkerer Beschädigung vorgenommen werden. Häufig bringt diese Veränderung kaum Nachteile mit sich und manche Fahrer schwören sogar auf diese gewollte Veränderung.
Beschädigungen an der Abrisskante sind wegen der geringen Dicke schwieriger wieder aufzufüllen. Meist genügt ein Wegschleifen überstehender Teile und ein Nachschleifen der Kante zu einem möglichst scharfen rechten Winkel.
WORAUF IST BEIM FINNENKAUF ZU ACHTEN?
Ist man sich im Klaren, welchen Finnentyp in welcher Größe man kaufen will, welchem Material man den Vorzug geben will, so bleiben einige Details übrig, die beachtet werden sollten.
Am Finnenblatt sollte die Anströmkante genau überprüft werden. Sie darf keinerlei Beschädigungen aufweisen – die Fingerspitze erkennt oft mehr als das Auge – und sollte sauber rund verschliffen sein. Selbst eine ziemlich scharfe Vorderkante muss noch eine Rundung erkennen lassen. Ist ein Grat zu erkennen und die Finne ansonsten in Ordnung, kann man diesen vom Händler entfernen lassen und anschließend die Finne nochmals überprüfen.
Das Finnenprofil soll keinerlei Asymmetrien zeigen, keine Dellen oder sonstige Unregelmäßigkeiten. Da sich die Profildicke und der Profilverlauf wesentlich auf die Fahreigenschaften der Finne auswirken, sollte man sich hierzu beraten lassen.
Die Abrisskante darf weder messerscharf noch gerundet sein. Sie soll sauber eckig geschliffen sein.
Besitzt man wenig Erfahrung, so kann die Beurteilung von Flex und Twist zu einem Problem werden. Vertraut man dem Händler nicht, ist es am besten, einen erfahrenen Surffreund zu Rate zu ziehen.
Weiters ist es sehr wichtig, auf den symmetrischen Sitz des Finnenblattes im Sockel zu achten. Ist das Finnenblatt lediglich geringfügig parallel zur Seite versetzt, spielt dies keine Rolle. Keinesfalls sollte aber eine Verdrehung im Sockel zu bemerken sein.
Der Sockel selbst muss ohne Spiel satt in die Box passen und die Oberkante darf weder überstehen noch in der Box versinken. Es empfiehlt sich daher zum Kauf das Board mitzunehmen und die Finne zu montieren. Anschließend kann der feste Sitz durch seitliches Wegbiegen des Finnenblattes überprüft werden und der Verkäufer kann eventuell noch notwendige Anpassungen an die Box vornehmen.
Mit besonderer Akribie ist beim Einpassen von Tuttle und Deep Tuttle Finnen vorzugehen. Da die Sockelwangen parallel zu einander liegen, müssen Sockel und Box im Zehntelmillimeterbereich zueinander passen. Keinesfalls darf die Finne mit Gewalt mit den Schrauben in die Box gezogen werde, da dadurch entweder Finne oder Brett sehr leicht beschädigt werden können. |